10 Jahre RunArtist Holzminden – die Erfolgsgeschichte geht weiter

 

Im August 2015 hatten sieben laufbegeisterte Athleten und Athletinnen die Idee, einen neuen Laufclub zu gründen. Sie wollten in der Laufszene im Kreis Holzminden und darüber hinaus neue Impulse setzen. Lange wurde über den Namen und auch über die Trikotfarbe nachgedacht. Raus kam RunArtist Holzminden und die, damals noch ungewöhnlichen Shirts in Magenta. Beides wurde anfangs von vielen belächelt, auch gab man dem Verein keine lange Lebensdauer. „Nach einem Jahr ist das Geschichte“, so konnte man hören. Doch es kam anders. Der Verein wuchs – zum Jahresende 2015, auf der ersten Jahreshauptversammlung hatte der Verein schon 14 Mitglieder.

Der neue Verein hatte sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Es sollten Bestzeiten, Kreis-, Bezirks- und Landesrekorde gelaufen werden. Gelaufen wurden und werden Strecken ab 400 m, Crossläufe, natürlich auch die Standardstrecken 5 km, 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe, d. h. länger als Marathon. Da gibt es einige Spezialisten in den Reihen, die Ultraläufe bis zu 100 km über Bergtrails laufen, selbst in den Alpen.

Schon bald wurden die ersten Rekorde gelaufen, allein im ersten aktiven Jahr wurden 16 Kreisrekorde aufgestellt, nicht nur auf Laufstrecken, auch in anderen Disziplinen, wie Hochsprung, Diskuswurf. Überall wo der RunArtist auftauchte, wurden Spitzenplätze erlaufen. Die ersten Erfolge gab es im Winter in Bad Lauterberg, wo alle RunArtist Starter und Starterinnen auf Topplätze liefen und auch die Mannschaftswertungen gewonnen wurden. Beim Silvesterlauf 2016 in Emmerthal war der RunArtist siegreich bei den Männern, Frauen und in der Mannschaftswertung.

Gut lief es auch bei den Bezirks-, Landes- und Deutschen Meisterschaften über 10 km und Marathon, wo Titel und Spitzenplätze erlaufen wurden. Sogar bei einer Weltmeisterschaft war der Verein vertreten. 2017 starteten Thorsten Raulfs und Ulrich Radtke für Deutschland bei der Berglaufweltmeisterschaft in Pruske/Slowakei und erzielten dabei ein achtbares Ergebnis.

Der Verein bot dann ein regelmäßiges Training an, erst unter Leitung von Axel Czech, später dann durch Jan Kaschura und Svenja Borris, die beide eine Trainerausbildung haben. Der Erfolg sprach sich rum und da wir mit Czech einen erfahrenen Trainer in unseren Reihen hatten, wurden wir Trainingsstützpunkt für den Paderborner Osterlauf und für den Kassel Marathon. Die Trainingsabende waren gut besucht, auch die dadurch resultierende Teilnahme an den entsprechenden Läufen.

2019 gab es ein besonderes Highlight. RunArtist bekam einen Weltrekordler. Jan Kaschura lief in Kochkleidung, mit einem schweren Kochtopf, den Hannover Marathon in 2:57 Stunden. Damit unterbot er den alten Weltrekord um 25 Minuten und erhielt dafür einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde. Überhaupt ist er für besondere Läufe bekannt. Als Flachländer lief er auch bei einigen Bergtrails in Bayern und Österreich gleich in die Spitze. Bei seinem Lieblingslauf, dem Röntgenlauf lieferte er fantastische Rennen und hält dort die Bestzeit. Nicht nur deshalb, sondern auch für den Einsätze als Trainer und für den regionalen Sport wurde er in diesem Jahr zum Sportler des Jahres des Landkreises Holzminden geehrt.

Der RunArtist hat auch ein eigenes, wenn auch nur kleines Laufevent. Schon einige Jahre vor der Gründung ist es entstanden. Zwei Freunde Carsten Mackeldey und Ulrich Radtke liefen an Heiligabend 2013 zum Ebersnackenturm. Im Folgejahr stieß dann noch Larissa Scheidemann dazu und von Jahr zu Jahr wurden es mehr Läufer. Der Lauf wurde in den letzten Jahren erweitert, man kann auch zum Turm wandern.

Dann kam die Pandemie - auch der RunArtist musste kürzertreten. Wenn es möglich war, wurde zusammen trainiert. Es gab keine Wettkämpfe, aber der Mitgliederzuwachs war ungebrochen. 

Das Wettkampfverhalten des RunArtist veränderte sich. Es wurde nicht mehr unbedingt auf Bestzeiten gelaufen, es sollte schon was Besonderes sein. Darunter waren Läufe am Polarkreis durch Svenja Borris, Ultratrails durch die bayrischen Berge oder am Rennsteig u. a. mit Melanie Behringer, Lars Meier und Thorsten Hielscher und natürlich Marathons. Gelaufen wurden auch Serien, an der Nordsee durch Kerstin Reß oder beim Hochstift Cup im benachbartem NRW, durch Kerstin Greiwe, Lars Meier, Ulrich Radtke.

Die Trainingsabende werden immer noch sehr gut besucht, egal wie das Wetter auch ist. Im Rahmen der Trainingsstützpunktes waren bis zu 40 Läufer und Läuferinnen auf der Bahn.

Zurzeit hat der RunArtist 83 Mitglieder (Stand November 2025), nähert sich also der 100er Grenze.

Zehn Jahre sind ein Grund zum Feiern. 42 Mitglieder, aber auch einige Angehörige fanden sich in Kaschuras Kochschule ein. So kamen 50 Leute zusammen. Es wurde zusammen gekocht und zusammen gegessen und erzählt - ein extra erstelltes Fotobuch regte die neueren Mitglieder dazu an, Fragen zu stellen. In seiner Rede erinnerte der erste Vorsitzende Sascha Körtner an die Zeit der Gründung und vergangene Highlights. Auch er hob den Einsatz von Kaschura hervor und lobte die Vorstandsarbeit.  Körtner erinnerte auch an den großartigen Axel Czech, der leider viel zu früh, Anfang des Jahres, verstorben ist. Er war ein Freund, einige Zeit Mitglied und Trainer des RunArtist.  Für die 10jährige Mitgliedschaft wurden Larissa Scheidemann, Jan und Stella Kaschura, Sascha Körtner, Ulrich Radtke, Thorsten Raulfs und, in Abwesenheit, Lars Meier und Stefan Trompke geehrt. Lange wurde noch zusammengesessen und für die nächsten Jahre Pläne geschmiedet. 

 

10 Jahre RunArtist - Ein Rückblick

 

10 Jahre RunArtist - Es wurde gefeiert

 

 Lauf vor der Feier Kochen macht Spaß  

 

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Veröffentlichung

Di, 25. November 2025

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