Svenja und Lars am Nürburgring

Mit dem Gravel-Bike durch die grüne Hölle

 

Normalerweise schlägt hier das Herz des Motorsport-Asphalts, doch an diesem Wochenende gehörte der Nürburgring den Radsportlern. Für zwei ambitionierte RunArtist-Athleten, Svenja Borris und Lars Meier, hieß es beim diesjährigen „Rad am Ring“-Event: Raus aus den Laufschuhen und rauf auf das Fahrrad – direkt in das anspruchsvolle Gelände rund um die Formel-1-Strecke. Auf dem Programm stand das hochkarätige Gravel-Rennen. Beide hatte für das 50 Kilometer Gravel-Rennen gemeldet.

Der Nürburgring von seiner wilden Seite

Die anspruchsvolle Gravel-Strecke führte vom legendären Asphalt des Rings direkt in die „Grüne Hölle“ – über herausfordernde Trails, schmale Waldwege, grüne Wiesen und tückische Schotterstücke. Eine Runde bot 25 Kilometer und knackige 550 Höhenmeter. Borris bedeutete das Event eine absolute Premiere: Ihr allererster Fahrrad-Wettkampf überhaupt. Entsprechend groß war die Anspannung vor dem Start im Hinblick auf die unbekannte Dynamik, die Ideallinien in den Kurven und das richtige Tempo im Gefälle.

Besonders die erste Runde verlangte den Teilnehmenden alles ab. Tiefer Schotter sorgte für ständige Rutschpartien, und die extremen Anstiege zwangen viele Mitstreitende zum Absteigen. Der unbändige Ehrgeiz siegte jedoch: Bis auf einen extrem steilen Wurzelberg, bei dem die Reifen durchdrehten, wurde jeder Anstieg im kleinsten Gang tapfer durchgefahren. Angesichts zahlreicher Stürze im Teilnehmerfeld stand ohnehin ein oberstes Ziel im Fokus: Gesund und heile ins Ziel kommen.

In der zweiten Runde wich die erste Anspannung zunehmend wachsendem Selbstvertrauen. Die Kurven wurden flüssiger gefahren und bergab mehr Tempo zugelassen. Nach unerbittlicher Konzentration – jeder Schaltvorgang und jeder Bremsimpuls musste auf den wurzelreichen Passagen sitzen – war die Erleichterung beim Anblick des Schildes „Noch 1 km“ riesig. Steife Finger vom permanenten Bremsen und Festhalten zeugten von der intensiven Materialschlacht. Getragen wurde das Fahrerfeld dabei von einer großartigen Stimmung an den Verpflegungsstationen und durch die motivierenden Zuschauer an den Schlüsselstellen.

Mit dem Ergebnis ihres ersten Radwettkampfes war Borris sehr zufrieden – In der Gesamtwertung belegte sich in 3:07:30 Stunden den 14. Platz von 30 Starterinnen, in ihrer Altersklasse wurde sie Vierte.

Spontaner Entschluss und starkes Ergebnis

Ebenfalls mit an Bord war Lars Meier, der sich nach langem Hin und Her erst kurz vor dem Start spontan für das Gravel-Rennen angemeldet hatte. Als erfahrener Mountainbiker stellte er schnell fest, dass die Konkurrenz teils mit ganz anderem Material – von längeren Übersetzungen bis hin zu dickeren Reifen – an den Start rollte.

„Wegen der nicht optimalen Übersetzung war ich gezwungen, bei den langen Steigungen etwas zu überpacen, was ich gegen Ende des Rennens deutlich spürte. Alles in allem war es eine wunderschöne Veranstaltung, und mit dem Ergebnis von Platz 46 im Gesamtklassement und Platz 5 in der Altersklasse bin ich absolut zufrieden. Aber da geht noch mehr!“, resümiert Lars im Ziel.

Am Ende überwog bei beiden das Stolz, diese sportliche Herausforderung über 50 Kilometer und 1.100 Höhenmeter gemeistert zu haben. Eine rundum gelungene Premiere, die definitiv nach einer Wiederholung ruft.

 

 Borris_Meier Nuerburg_Svenja  

 

 

 

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Veröffentlichung

Di, 28. Juli 2026

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