Matsch, Nebel und Kuhglocken: Erfolgreicher Jahresabschluss beim Gaisbergtrail in Salzburg

Ein feuchtkühler Start in den Winter, rutschige Wurzeln und eine beeindruckende Kulisse: Für Svenja stand am vergangenen Wochenende der Gaisbergtrail in Salzburg auf dem Programm. Nach einer dreiwöchigen, erzwungenen Trainingspause durch eine Erkältung stand für sie jedoch nicht die Jagd nach Bestzeiten im Vordergrund, sondern ein genussvoller und vor allem verletzungsfreier Jahresabschluss.

​Bereits der Start- und Zielbereich im historischen Ambiente von Schloss Hellbrunn bot bei schattigen 6 Grad Celsius und leichtem Regen die passende, alpine Einstimmung. Während der Niederschlag im Laufe des Rennens glücklicherweise nachließ, verwandelten sich die Wege in eine echte Herausforderung: Die Downhills und steilen Anstiege über nasses Laub, Steine und Wurzeln forderten von allen Startern höchste Konzentration und machten den Kurs zu einer echten Rutschpartie.

​Mit Puffer am ersten Meilenstein

​Die Strecke hatte es in sich: Auf den ersten zehn Kilometern mussten direkt rund 800 Höhenmeter bewältigt werden, um die Gaisbergspitze zu erreichen. Das strenge Zeitlimit – wer nach zwei Stunden den Gipfel nicht erreicht hatte, wurde aus dem Rennen genommen – sorgte für zusätzliche Spannung. Mit einer halben Stunde Puffer wurde diese erste große Hürde von Svenja jedoch souverän gemeistert.

​Nach dem kräftezehrenden Anstieg folgte ein langer, technischer Downhill zurück ins Tal. Doch die Strapazen waren damit noch nicht vorbei: Das Streckenprofil schickte das Teilnehmerfeld im Anschluss noch einmal auf den Kapuzinerberg. Über den geschichtsträchtigen Kapitelplatz ging es schließlich im Finale zurück zum Ausgangspunkt nach Hellbrunn.

​Begeisterte Zuschauer am Streckenrand

​Trotz des neblig-regnerischen Wetters zeigten sich die Salzburger wetterfest. Entlang der Strecke feuerten zahlreiche Zuschauer die Läuferinnen und Läufer mit Kuhglocken und musikalischer Unterstützung lautstark an und trugen so maßgeblich dazu bei, die Energiereserven auf dem anspruchsvollen Kurs zu mobilisieren.

​Nach insgesamt 24 Kilometern und 1.200 Höhenmetern stoppte die Uhr im Ziel nach 3:43 Stunden. Erschöpft, aber überglücklich, diesen wilden „Ritt“ bei widrigen Bedingungen heil überstanden zu haben, konnte der Jahresabschluss im Ziel gebührend gefeiert werden – und das mit einer gehörigen Portion frischer Trail-Erfahrung im Gepäck.

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Veröffentlichung

Do, 29. Oktober 2026

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