Kassel-Marathon 2026
Kassel – Ein rundum gelungenes Laufwochenende erlebten die Sportler des RunArtist beim diesjährigen Kassel-Marathon. Neben zahlreichen Starterinnen und Läufern auf den unterschiedlichen Distanzen sorgten Walter und Jan Kaschura für eine sportliche Glanzleistungen: Beide schafften den Sprung auf das Podest.
Den Auftakt machte bereits am Samstag Walter Kaschura. Er ging über die 8-Kilometer-Walkingstrecke an den Start und sicherte sich einen hervorragenden zweiten Platz in der Gesamtwertung. Nach einem Start im vorderen Drittel brauchte er zwar rund drei bis vier Kilometer, um zur Spitzengruppe aufzuschließen, lieferte sich dann aber ein spannendes und faires Duell mit der schnellsten Teilnehmerin. Nach 1:01:32 Stunden überquerte er die Ziellinie – lediglich 25 Sekunden hinter dem Sieger. „Ich hätte gewinnen können, nur der kleine Junge vor mir ist gelaufen, wenn man ihm zu nahekam“, schmunzelte Kaschura im Ziel. „Aber in dem Alter kann man darüber hinwegsehen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennverlauf.“
Am Sonntag folgte dann der emotionale Höhepunkt für Sohn Jan Kaschura, der schon lange den Traum hegte, in Kassel auf das Treppchen zu laufen. Der Start verlief jedoch zäh: Er kam nur langsam in sein Rennen, und zudem machten ihm Darmprobleme zu schaffen. Dank einer präzise geplanten Getränkevorbereitung ließen sich diese Beschwerden jedoch in Grenzen halten.
Ab Kilometer acht lief es dann rund für den Langstreckler, der zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem dritten Platz lag. Seine avisierte Zielzeit von 2:35 Stunden geriet angesichts der Podestchance jedoch in den Hintergrund. Zur Streckenhälfte signalisierte die begleitende Radbegleitung: „Nach hinten ist Platz!“ Das war das Signal zum Angriff auf den Zweiten!“ Der zu dem Zeitpunkt Zweitplatzierte hatte noch rund zwei Minuten Vorsprung. Auf der anspruchsvollen, hügeligen Kasseler Strecke ist jedoch alles möglich, und am Wendepunkt konnte Kaschura seinen Konkurrenten direkt sehen.
Eine verpasste Getränkeflasche bei Kilometer 35 zwang ihn zwar dazu, sich kurzfristig mit einem Becher Wasser zu begnügen, doch das bremste den Ehrgeiz nicht. Nur drei Kilometer vor dem Ziel gab ein Streckenpolizist den entscheidenden Hinweis: Der Rückstand war auf schlappe 25 Sekunden geschmolzen. Jetzt hieß es: alles geben. Als der Führende ins Blickfeld geriet, entbrannte auf den letzten 100 Metern ein packendes Sprintduell, das Kaschura am Ende denkbar knapp mit nur vier Sekunden Rückstand verlor.
Obwohl die angepeilte Zielzeit um Haaresbreite – genaue neun Sekunden – verpasst wurde, überwog im Ziel die Begeisterung. Der Traum vom Treppchen in Kassel hat sich erfüllt, und das ausgerechnet an einem ganz besonderen Tag: „Meine Zielzeit habe ich zwar knapp verpasst, aber das war völlig egal“, strahlte Jan Kaschura im Ziel. „An dem Geburtstag meiner Frau aufs Treppchen zu laufen, das ist einfach klasse!“
Erfolgreich lief es auch für Marcel Derenthal. Der Neu-RunArtist und frischgebackene Marathoni meisterte seine Premiere mit Bravour und blieb mit einer starken Zeit von 3:56 Stunden souverän unter der magischen Vier-Stunden-Marke. „Bis Kilometer 30 lief alles gut, dann wurde es hart. Aber das muss wohl so beim Marathon sein“, zog er zufrieden Bilanz und betonte: „Das Vorbereitungstraining beim RunArtist mit dem Intervalltraining hat mir sicher bei diesem Erfolg geholfen.“
Auch über die Halbmarathon-Distanz glänzten die Athletinnen des Teams. Sina Bertram war bei ihrer zweiten Teilnahme in Kassel erneut restlos begeistert von der Organisation und der Superstimmung an der Strecke. Mit einer Zeit von 1:47:50 Stunden und dem 17. Platz in ihrer Altersklasse zeigte sie sich hochzufrieden: „Mein Ziel ist aufgegangen. Bis zu den Verpflegungsstationen Tempo laufen, dann in Ruhe ein wenig trinken und weiter. Alles ohne Stress. Es macht noch mehr Spaß, wenn so viele RunArtist-Athleten am Start sind. Ich freue mich auf das nächste Jahr!“
Ebenfalls stark unterwegs war Catharina Kreuzer, die sich zum Ziel gesetzt hatte, die Marke von zwei Stunden zu knacken. Nach einem schnellen Start und einer harten Phase an den Anstiegen um Kilometer 12 wendete sich das Blatt: Ab Kilometer 16 ging es bergab Richtung Auestadion, und es lief wieder richtig rund. Mit 1:56:32 Stunden knackte sie ihr Ziel klar und war überglücklich: „Es lief besser als erwartet. Ich bin mehr als zufrieden, war ich doch 15 Minuten schneller als bei meinem letzten Halbmarathon im April in Hannover. Dank meiner Familie, Freunden und natürlich meinem Hund war es, trotz Regen, ein schöner Tag.“
Komplettiert wurde das starke Teamresultat durch die verschiedenen Staffeln, die im Vorfeld zwar etwas unter einer Erkältungswelle litten und umgebaut werden mussten, am Ende aber großartige Platzierungen einfuhren. Die gemischte Staffel RunArtist III musste improvisieren, als Artur Stebner für seine erkrankte Frau einspringen und mal eben die doppelte Distanz laufen musste. Mitstreiter Rocky Greiwe zeigte eine hervorragende Leistung über die für ihn ungewohnt lange Strecke, und Jessica Fehlau lief ihre bislang besten zehn Kilometer überhaupt. Belohnt wurde das Team mit einer Zeit von 3:50:00 Stunden und einem starken 28. Platz von insgesamt 124 Mixed-Mannschaften.
Eigentlich als Männerstaffel gemeldet, musste auch bei RunArtist I kurzfristig umgestellt werden, Antje Urban sprang als Läuferin ein. Zusammen mit Sascha Körtner - der zu alter Stärke zurückfindet -, Marc Stebner und Bastian Knuth absolvierten die Vier ein starkes Rennen. Nach einem gemeinsamen Zieleinlauf stoppte die Uhr nach 3:22:19 Stunden, was Platz 21 von 172 gewerteten Mannschaften bedeutete.
Zudem gingen drei weitere RunArtist-Athleten – Thorsten Hielscher, Christina Stoller und Ina Stang – unterstützt von Jörg Fischer als Mixed-Marathon-Staffel für das Team Symrise an den Start. Sie meisterten die Strecke bravourös und liefen nach 3:48:48 Stunden als 18. Mannschaft über die Ziellinie.
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