Svenja und Lars laufen Trail in den Bayerischen Alpen – Melanie rennt 42,196 km durch Warschau
Weit verstreut liefen drei Athleten vom RunArtist am letzten Wochenende. Für Svenja und Lars ging es wieder einmal in die Berge, nach Reit im Winkl, Melanie zog es in die polnische Hauptstadt, um dort beim Marathon zu starten.
Mountain Man Reit im Winkl
Für Svenja und Meier war es ein weiterer Start beim Mountain Man. Sie kannten die Strecke und wussten, auf was sie sich einließen. Bevor es auf die Strecke ging, mussten beide, wie bei solchen Läufen üblich, zum Ausrüstungscheck. Es gibt eine Pflichtausrüstung, die war natürlich bei beiden komplett.
Anders als im Vorjahr, war das Wetter diesmal ideal. Borris startete beim M-Trail, 26 km mit 938 Höhenmetern. Eigentlich wollte sie die XL-Strecke mit 52 km angehen, doch aufgrund einer Erkrankung in der Vorbereitung, fehlte ihr dafür das Training und sie meldete auf die kürzere Strecke um. Lars ging, nach den 26 km im Vorjahr, diesmal auf die 52 km Strecke mit 2068 Höhenmetern. Für beide ging es über Stock und Stein, nach den harten Anstiegen wurden sie mit grandiosen Aussichten belohnt. Bei den Downhills waren beide jeden Meter gefordert. Überall Geröll, Wurzeln, steile Abhänge – ein Spiel aus Licht und Schatten, Laub, das die Steine verdeckte. „Hier bestimmt die Natur das Tempo, aber gerade das macht das Laufen dort so besonders, ein intensives, fast einzigartiges Ergebnis,“ so die Aussage von Svenja nach dem Rennen.
Auch hier gab es Zielzeiten und Platzierungen. Svenja kam mit einer Zeit von 3:07:37 Stunden als 21. Frau von insgesamt 148 Frauen ins Ziel. In ihrer Altersklasse war das der 12. Platz von 54 Teilnehmerinnen.
Lars benötigte für seinen Lauf, bei dem 129. Männer am Start waren, 5:45:59 Stunden und belegte damit den 49. Platz. Das war der 12. Platz von 24 in seiner Altersklasse. Für beide sicher ein großartiges Ergebnis, als Läufer und Läuferin aus eher flacheren Gefilden.
Warschau Marathon
Die Glücksfee hatte diesmal keinen Einfluss auf den Marathonstart von Melanie in Warschau. Eine lang geplante Geschäftsreise führte sie in die polnische Hauptstadt und wenn dort zeitgleich ein Marathon veranstaltet wird, kann man natürlich auch mitlaufen, dachte sie sich.
Die letzten Laufeinheiten vor dem Marathon wurden ersetzt durch Sightseeing, es kamen dabei viele Kilometer zusammen. So waren die Waden hart, doch das tat der Motivation keinen Abbruch. Es war frisch morgens um 9 Uhr in Warschau, das Thermometer zeigte nur wenige Grade über 0 an. Gegen die kühlen Temperaturen hilft laufen, schneller als geplant, um auch schneller warm zu werden – aber es lief. Es gab viel zu sehen, an den Verpflegungspunkte hieß es besonders aufzupassen. Hier herrschte totales Chaos, zu viele Helfer standen sich selbst im Weg. Spannend war auch die Verpflegung, Unmengen an Bananen und, total ungewöhnlich, riesige Mengen an Zuckerwürfeln. Wie sollte man diese runterwürgen? Melli setzte lieber auf ihre Eigenverpflegung. Die Kilometer flogen dahin, Stimmungsnester wechselten sich mit Einöden und sehr authentischen polnischen Gesängen. Sie war verwundert, wie viele Brücken es in Warschau gibt oder waren es immer dieselben? Auf alle Fälle ging es immer auf und ab. Ihr Lieblingsabschnitt war diesmal ab Kilometer 30. Vom beim Marathon gefürchteten Mann mit dem Hammer war weit und breit keine Spur, sie lief die zweite Hälfte schneller als die erste, also Negativsplit. In der City dann beste Stimmung, was extra Antrieb gab, und im Ziel wurde ihr die verdiente Medaille umgehängt, diesmal ein besonderes Prachtstück. Sie war sehr zufrieden mit ihrem Marathon, den sie mit 4:10:53 Stunden abschloss.
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